Digitalisierung

 

 

"Digitalisierung in der diversitätsorientierten Erwachsenenbildung" Berlin 9.10.19-12.10.19

 

Von 09.10-12.10 2019 reisten 12 Mitarbeiterinnen des Verein Frauenservice Graz im Rahmen des von erasmus+ finanzierten Projekts „Digitalisierung in der diversitätsorientierten Erwachsenenbildung“  nach Berlin. Das Ziel war es, best practices über die Umsetzung von Digitalisierung in anderen Organisationen kennen zu lernen. Durch den Besuch von Frauenorganisationen, die ebenfalls diversitätsorientiert arbeiten, wurden Anregungen für die Nutzung von digitalen Ressourcen in der Erwachsenenbildung gesammelt.

Insgesamt wurden vier Einrichtungen besucht: Frauencomputerzentrum, Frauenzentrum Ewa, Hydra- Treffpunkt und Beratung für Prostituierte und Frieda Frauenzentrum (inklusive Anti Stalking Projekt).

Das Frauencomputerzentrum bietet diverse IT Kurse für Frauen an, das Angebot ist breit gefächert: Dies reicht von Office Grundlagen, über Finanzbuchhaltung bis hin zu Social Media Management. Der Umgang mit Diversität (auch im Sinne unterschiedlicher Vorerfahrungen) ist dabei teamorientiert und solidarisch: die Kursteilnehmerinnen unterstützen sich gegenseitig und teilen ihr Wissen und ihre Kompetenzen. Teamwork wird den Teilnehmerinnen als wesentliche Kompetenz in einer digitalisierten Welt vermittelt.

Das Ewa Frauenzentrum bietet zwei spezielle Digitalisierungsangebote: In der Computerwerkstatt  steht eine gut ausgestattete PC Infrastruktur zur Verfügung, sowie eine IT Expertin die  Frauen bei ihren sehr individuellen Anliegen hilft. Insbesondere wird als großer Vorteil für das individuelle Lernen der Besucherinnen angeführt, dass sie ihre eigenen Geräte mitbringen können, um so an vertrauten Oberflächen arbeiten und das Gelernte sofort zu Hause üben zu können.

Die Beratungsstelle Hydra führte erst kürzlich eine niederschwellige Online Beratung ein, um Sexarbeiterinnen schnell und anonym über das Internet beraten zu können. Die Beratung wird in mehreren Sprachen angeboten, um möglichst viele Frauen zu erreichen. Hier konnte das Frauenservice seine langjährige Expertise in der Online Beratung zur Verfügung stellen.

Im Frieda Frauenzentrum konnten wir interessante Ansätze im Rahmen eines Antistalking Projektes kennen lernen. Insbesondere mit der Cyberstalking Beratung setzt Frieda ein besonderes Angebot, das auf die negativen Aspekte der Digitalisierung eingeht. Sowohl Beraterinnen, als auch Beratungskundinnen müssen über Gefahrenquellen durch digitale Medien und Techniken, wie zum Beispiel Spyware, informiert werden.

Das Frauenservice Team konnte wichtige Anregungen über die praktischen Antworten auf die Herausforderungen einer digitalisierten Welt mitnehmen.

Außerdem haben wir uns als Kolleginnen mit der komplexen Geschichte Berlins und Deutschlands bei einer Führung der Gedenkstätte Berliner Mauer auseinandergesetzt.
 

Es war ein spannender Erfahrungsaustausch und bot viele Anregungen um die Herausforderungen in einer digitalen Welt zu meistern!

 

Projektleitung:

Mag.a Natalie Ziermann, M.A.  natalie.ziermann(at)frauenservice.at

 

Gefördert von:

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Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein die Verfasserin; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben