SXAprof - Empowerment von Sexdienstleister*innen

SXAprof.jpgErasmus+ Projekt "Empowerment von Sexdienstleister*innen durch alternative partizipative Bildungsformate"

Erasmus+ project "Empowerment of Sex Service Providers through alternative participatory methods"

Das Projekt SXAprof war – wie vieles andere auch - von der Pandemie geprägt. Zwei Projekttreffen fanden online statt, bevor es uns trotz sich-täglich-ändernder-Bedingungen und Reiseeinschränkungen möglich war, nach Rumänien und Budapest zu reisen, um dort gemeinsam mit unseren Partner*innen an unseren Projektzielen zu arbeiten.

Die zuvor schon gut funktionierende Online-Partner*schaft wurde durch den unmittelbaren persönlichen Austausch intensiver und qualitativ noch hochwertiger.

In den Treffen standen u.a. eine Zielgruppenanalyse, die Abklärung der Anforderungen an die Sexdienstleister*innen, sowie ihre Kompetenzen und Bedürfnisse im Mittelpunkt. Dem gegenüber befassten wir uns ebenso mit den Anforderungen und Fähigkeiten, die Berater*innen mitbringen sollten, um Sexdienstleister*innen empowern zu können.

Wir verglichen, diskutierten und analysierten des Weiteren Methoden der Wissensvermittlung und Infoweitergabe. Aufgrund der Heterogenität der Zielgruppe ist es unserer Meinung nach wichtig, Information auch durch unterschiedliche Methoden /Formate weiterzugeben.

Ein Thema des Projektes ist es auch, die aktive Teilhabe der Zielgruppe zu fördern. Der Frage, wie es möglich sein könne, diese Partizipation zu fördern, wurde nachgegangen.

Dabei gelangten wir zu dem Ergebnis, dass eine gelungene Teilhabe sinnvoll zu sein hat, ein Prozess sein muss, der es Sexdienstleister*innen ermöglicht, von Anfang bis zum Ende einer Aktion aktiv beteiligt zu sein, sowie diese auch mit allen anderen gleichwertigen Partner*innen evaluieren zu können.

Natürlich muss es Sexdienstleister*innen selbst überlassen werden, inwieweit sie sich engagieren – viele von ihnen können sich Aktivismus nicht leisten, sie müssen ihren Lebensunterhalt verdienen.

 

 

Projektkoordinatorin: Mag.a Manuela Chandler manuela.chandler(at)frauenservice.at

Projektpartner*innen/projectpartner*s:

madonna.pngszexe.pngswc.jpgsxa.png

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Agreement Number – 2020-1-AT01-KA204-077974

Dieses Projekt wird mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein die Verfasserin; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

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Treffen in Budapest.JPG   Das 4. Treffen in Budapest 11.-14.10.2021

Bukarest.jpg   Das 3. Treffen in Bukarest 05.-08.06.2021

2test_online_treffen.jpg   Das 2. online Treffen 24.03.2021

Foto_online1.jpg   Das 1. online Treffen 29.09.-30.09.2020

SXAprof.jpgErasmus+ Projekt "Empowerment von Sexdienstleister*innen durch alternative partizipative Bildungsformate"

Erasmus+ project "Empowerment of Sex Service Providers through alternative participatory methods"

 

SXA-Info, Madonna e.V. aus Deutschland, Szexmunkások Érdekvédelmi Egyesülete (Association of Hungarian Sexworkers) aus Ungarn und Asociatia SWC (SexWorkCall Romania) aus Rumänien arbeiten gemeinsam an einem von Erasmus+ unterstützten Projekt.

Projektlaufzeit: 09.2020 - 08.2022

Hintergrund und Ausgangslage:

* Sexarbeit ist in den verschiedenen europäischen Ländern nicht bzw. unterschiedlich geregelt oder verboten

* Sexarbeiter*innen / Sexdienstleister*innen kommen aus verschiedenen Ländern

* Die persönlichen Lebenssituationen der Sexdienstleister*innen sind sehr individuell und unterscheiden sich nach regionaler und sozialer Herkunft, dem Aufenthaltsstatus, Arbeitsort, dem Grad ihrer Selbständigkeit, ihrer Gesundheit, ihrem Alter, ihrer Familiensituation und ihren persönlichen Ressourcen.

* Sie migirieren zwischen verschiedenen Ländern

* Aufgrund der Migration kennen Sexdienstleister*innen die Strukturen des „fremden“ Systems oft nicht.

Der daraus resultierende Mangel an Informationen begünstigt die Ausbeutung und könnte Sexdienstleister*innen in Abhängigkeit von anderen treiben.

Wir glauben, dass Professionalisierung dazu beitragen kann, Ausbeutung, Gewalt und Marginalisierung zu verhindern. Professionalisierung bedeutet in diesem Sinne Information, Wissen, Kompetenzen, sich als verantwortungsbewusste Bürger*innen im europäischen Raum bewegen zu können und sich aktiv für soziale Teilhabe zu engagieren. Es bedeutet auch, eine aktive Rolle bei der Entwicklung der eigenen Beschäftigungsmöglichkeiten zu übernehmen und sich bewusst und aktiv um die eigene Gesundheit und die Gesundheit der Kund*innen zu kümmern.

Ziel:

Unser Ziel ist es, einen Weg zu finden, um Sexdienstleister*innen durch Wissen und Informationen zu stärken, damit alle ihre Arbeit so autonom und unabhängig wie möglich ausführen und dadurch ihre soziale Situation und Integration verbessern können. In diesem Sinne verstehen wir unter „Professionalisierung“ einen Informationstransfer, der über herkömmliche Bildungsräume und -formate hinaus über den Ansatz der „Community Education“ (Peer Learning) erfolgen sollte. Daher ist es wichtig, direkt mit Sexdienstleister*innen zusammenzuarbeiten, da wir der Ansicht sind, dass dies der einzige Weg ist, um Ressourcen, Methoden und Maßnahmen zu verbessern.

Durch den Austausch von Erfahrungen und Wissen mit unseren Partner*innen hoffen wir, Methoden zu erlernen und Ideen zu entwickeln, um Sexdienstleister*innen zu unterstützen, und vor allem herauszufinden, ob Sexdienstleister*innen diese Unterstützung auch wirklich möchten.

 

Projektkoordinatorin: Mag.a Manuela Chandler manuela.chandler(at)frauenservice.at

Projektpartner*innen/projectpartner*s:

madonna.pngszexe.pngswc.jpgsxa.png

EU_flag-Erasmus__vect_POS.jpg

Agreement Number – 2020-1-AT01-KA204-077974

Dieses Projekt wird mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein die Verfasserin; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.